Hövelhof investiert in klimafreundliche Wärmeversorgung

Sennegemeinde beteiligt sich mit zehn Prozent an Nahwärme Hövelhof GmbH

Die Sennegemeinde Hövelhof hat bei einem Notartermin ihre Beteiligung an der Nahwärme Hövelhof GmbH offiziell besiegelt. Mit einem Anteil von zehn Prozent setzt die Kommune ein klares Zeichen für eine zukunftssichere, klimafreundliche und verlässliche Wärmeversorgung in der Region.
Gemeinsam für eine klimafreundliche Wärmeversorgung: Dr. Dieter Brechmann, Geschäftsführer Holzheizkraftwerk Hövelhof, Heinz-Josef Rodehuth, Gesellschafter Nahwärme Hövelhof GmbH, Felix Rodehuth, Geschäftsführer Nahwärme Hövelhof GmbH, Stefan Freitag, GesGemeinsam für eine klimafreundliche Wärmeversorgung: Dr. Dieter Brechmann, Geschäftsführer Holzheizkraftwerk Hövelhof, Heinz-Josef Rodehuth, Gesellschafter Nahwärme Hövelhof GmbH, Felix Rodehuth, Geschäftsführer Nahwärme Hövelhof GmbH, Stefan Freitag, Ges
Mit dem Einstieg in die Gesellschaft stärkt Hövelhof die lokale Energie-Infrastruktur und schafft Vertrauen bei den Bürgerinnen und Bürgern. „Nahwärme ist für uns ein Baustein, um Hövelhof zukunftssicher und unabhängig von fossilen Energien mit Wärme zu versorgen“, erklärt Bürgermeister Michael Berens. „Mit unserer Beteiligung sichern wir uns mehr Einfluss auf die künftige Entwicklung des Wärmenetzes und schaffen die Grundlage für faire und verlässliche Preisstrukturen.“ Die Gemeinde investiert dafür 87.500 Euro. Neben der Gemeinde bringt sich die Energieservice Westfalen Weser GmbH (ESW) mit 39,9 Prozent in die Gesellschaft ein. Die ESW ist eine 100-prozentige Tochter des kommunalen Unternehmens Westfalen Weser Energie, an dem Hövelhof ebenfalls beteiligt ist. „Das Nahwärmenetz in Hövelhof ist für uns ein gutes Beispiel, wie die Wärmewende vor Ort funktionieren kann: Statt ‚eine Lösung für alle‘ anzubieten, berücksichtigen wir technologieoffen die lokalen Gegebenheiten für eine sichere und klimafreundliche Energieversorgung. Und das stößt auf hohe Akzeptanz“, so Stefan Freitag, Geschäftsführer der ESW. Seit 2008 versorgt die Holzheizkraftwerk Hövelhof GmbH Unternehmen im Gewerbegebiet Nord mit Wärme. Nach der Gründung der Nahwärme Hövelhof GmbH im Jahr 2022 wurde das Netz Schritt für Schritt erweitert. Heute sind bereits das neue Sennebad, das Schulzentrum und das Neubaugebiet Portemeiers Kreuz an die Nahwärme angeschlossen. Zum Ende der Sommerferien wurden nun auch das Haus der Jugend und die Dreifach-Sporthalle an das Netz angebunden. „Mit der Beteiligung der Gemeinde Hövelhof erhalten wir ein starkes Signal. Das Vertrauen der Kommune gibt uns Rückenwind, die nächsten Schritte anzugehen und das Wärmenetz Schritt für Schritt weiter auszubauen“, betonen Projektleiter Cederic Trienens und Gesellschafter Heinz-Josef Rodehuth von der Nahwärme Hövelhof GmbH. Im Frühjahr 2026 soll das Netz in Richtung Breslauer Straße und Königsberger Straße erweitert werden. Für die Bereiche Raiffeisenstraße, Schmiedeteich und Von-Galen-Straße plant die Gesellschaft ebenfalls eine Abfrage, um das Interesse der Anwohnerinnen und Anwohner am Anschluss zu ermitteln. Auch die kommunale Wärmeplanung zeigt, dass die Nahwärme in Hövelhof großes Potenzial aufweist. Die Gemeinde hat das Konzept im vergangenen Jahr gemeinsam mit Westfalen Weser Netz erarbeitet, um die zukünftige Wärmeversorgung strategisch vorzubereiten. Besonders im Ortskern bieten sich laut Analyse mehrere Gebiete für den Ausbau eines Wärmenetzes an, während in den Außenbereichen eher dezentrale Lösungen sinnvoll sind. Für die Bürgerinnen und Bürger entsteht eine wertvolle Orientierung, welche Heizlösung an ihrem Standort am besten passt und wo sich ein Anschluss an die Nahwärme besonders lohnt.