Gemeinde Hövelhof und Krollbachschule trauern um Adalbert Jochem

Ehemaliger Rektor und Ehrenmitglied des Verkehrsvereins im Alter von 104 Jahren verstorben

Die Gemeinde Hövelhof trauert um Adalbert Jochem, der im Alter von 104 Jahren verstorben ist. Mit ihm verliert Hövelhof eine prägende Persönlichkeit, die über Jahrzehnte das Bildungs-, Kultur- und Gemeinschaftsleben der Sennegemeinde entscheidend mitgestaltet hat.

Adalbert Jochem war zunächst Hauptlehrer der Volksschule Klausheide, bevor er von 1969 bis 1984 die neu gegründete Krollbachschule leitete. Mit großem pädagogischem Engagement und Weitblick setzte er sich dafür ein, junge Menschen auf das Leben vorzubereiten und Werte wie Gemeinschaft und Verantwortungsbewusstsein zu vermitteln. Sein Wirken bleibt an der Krollbachschule mit großer Wertschätzung und Dankbarkeit in Erinnerung. Auch außerhalb des Schuldienstes setzte sich Adalbert Jochem mit außergewöhnlichem Engagement für Hövelhof ein. Als Mitbegründer und späteres Ehrenmitglied des Volksbildungswerks trug er wesentlich dazu bei, die Einrichtung zu einem überregional anerkannten Träger der Weiterbildung und Erwachsenenbildung zu entwickeln. Dem Verkehrsverein Hövelhof war Jochem ebenfalls eng verbunden: Von 1985 bis 1991 setzte er in der Rolle des Geschäftsführers wichtige Impulse für die Tourismusvermarktung der Gemeinde. Besonders sichtbar wurde sein Einsatz auch in der „Hövelhofer Rundschau“: Von 1991 bis 2015 leitete er den Redaktionsausschuss der Zeitschrift. Für seine Verdienste wurde er zum Ehrenmitglied des Verkehrsvereins ernannt. Jochems Engagement galt auch dem kirchlichen Bereich: In der katholischen Pfarrgemeinde St. Johannes Nepomuk war er von 1967 bis 1991 Mitglied des Kirchenvorstandes; von 1981 bis 1993 engagierte er sich auch im Pfarrgemeinderat. Darüber hinaus engagierte sich Jochem im Rahmen der Partnerschaft der Gemeinde Hövelhof mit der französischen Partnergemeinde Verrières-le-Buisson als Mitglied des Partnerschaftskomitees. Ebenso gehörten der Freundeskreis des Salvator-Kollegs und die Klausheider Kompanie der St.-Hubertus-Schützenbruderschaft zu seinen Wirkungsfeldern. Für sein jahrzehntelanges ehrenamtliches Engagement wurde Adalbert Jochem vielfach geehrt, unter anderem mit dem Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland, dem päpstlichen Orden „Pro Ecclesia et Pontifice“ sowie dem Heimatpreis der Sennegemeinde Hövelhof. „Mit Adalbert Jochem verliert Hövelhof einen Menschen, der sich mit unerschütterlicher Energie und Herzblut für Bildung, Gemeinschaft und Zusammenhalt in unserer Gemeinde eingesetzt hat“, würdigt Bürgermeister Michael Berens. „Sein Wirken ist untrennbar mit der Geschichte unserer Gemeinde verbunden und bleibt ein Vorbild für gelebtes Engagement.“

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