Krollbachaue

Hochwasserschutz:



Nach den Hochwasserereignissen im Jahre 2008 haben wir uns auf den Weg gemacht, die Ursachen zu ergründen und für einen verbesserten Schutz zu sorgen, damit wir zukünftig vor einem 100-jährigen Ereignis geschützt sind. Die Überschwemmungskarte sorgte zunächst dafür, dass manche Bauvorhaben in Hövelhof nicht mehr möglich waren. Viele Gutachten, Überfliegungen und Kartierungen waren die Folge, bis der Krollbach als Verursacher identifiziert und Maßnahmen zur Verbesserung erarbeitet werden konnten. Mit einem umfangreichen Konzept in den Händen konnten wir einen Förderantrag stellen und Zuwendungen von 80 Prozent der Gesamtkosten einwerben. Die restlichen 20 Prozent teilten sich der „Wasserverband Obere Lippe“ und wir. Entstanden sind zwei große Hochwasserbecken, die das Wasser bei starken Regenfällen aufstauen und kontrolliert in den Bach ablassen sowie eine Krollbacherweiterung im Hasendorf.



Naturschutz:

Von Anfang an war jedoch die Renaturierung des Krollbachs nicht nur ein wichtiger Nebeneffekt, mit dem nachhaltig die Situation für Flora und Fauna in der Senneheimat verbessert werden sollte. Im Bereich zwischen Bentlakestraße und Sennestraße ist dies besonders sichtbar: Ein Krollbach, der viel mehr Raum und dadurch seinen natürlichen Verlauf bekommen hat. Kinder spielen im naturnahen Gewässer und lernen im blauen Klassenzimmer aktiven Naturschutz.



Der Damm ist im Sommer von Wildblumen umgeben und lädt zum Sparziergang ein. Der natürliche Erlenaufwuchs inmitten unberührter Wiesenfläche lässt uns die Landschaft von vor 300 Jahren erahnen.



Dazu wurde an der Staumühler Straße sowie an verschiedenen anderen Stellen zusammen mit der Naturschutzstiftung Senne mehrere Blühstreifen mit Wildblumen gesät: Die Krollbachaue ist ein typisches Beispiel für unseren pragmatischen und aktiven Klimaschutz in Hövelhof, den wir nicht nur hier antreffen. Im Frühjahr 2020 werden wir dort unter Begleitung der Biologischen Station noch ein Storchennest platzieren und dem Meister Adebar ein neues Zuhause bieten.

Bifurkation:

Auch soll die Bifurkation renaturiert und deutlich aufgewertet werden. Die Fische können dann an exponierter Stelle entscheiden, ob sie über den Scharzwasserbach und die Ems oder über den Haustenbach und die Lippe in Richtung Nordsee schwimmen möchten.